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NET-NEWS THEMEN

Voyeure beim Playboy

Durch intensives Usertracking ist Playboy in der Lage, Pricing und Zusammenstellung der kostenpflichtigen Inhalte zu optimieren.


Die kostenlosen Teaser der Homepage
führen zu höherer Conversionrate
Die Sorgenkinder im Haus Playboy Inc. sind die Printmagazine und das TV-Angebot. Das Online- Angebot brummt: Sowohl auf den eigenen Seiten, als auch im Lizenzgeschäft wuchs der Umsatz zweistellig im Vergleich zu 2005.

Durch kontinuierliche Verbesserungen bei den Online-Angeboten und durch immer neue Ideen, wie das Poker Casino, versucht Playboy nicht nur Traffic zu generieren, sondern auch Umsatz. Dass das bei Playboy funktioniert, zeigt nicht zuletzt das in den USA vermarktete Satelliten-Radio. Eine Mailing-Kampagne im Mai verlief so erfolgreich, dass sich innerhalb von drei Monaten eine Million Hörer per Double-Opt-In für den neuen Dienst registrierten.

Schwierige Conversion
Der Bekanntheitsgrad der Marke Playboy sorgt für reichlich Traffic. Alle suchen nur nach dem Einen: kostenlose Inhalte. Und die gibt es auf Playboy.com zuhauf: einerseits um die Heftverkäufe zu stützen, andererseits um online Werbeeinnahmen zu gerieren. Die Schwierigkeit ist also eine ansehnliche Conversion in Richtung Online-Abos zu erreichen. US-Marketingleiter Michael Sprouse geht davon aus, dass die Online-Szene ständig in Bewegung ist. Alle wichtigen Parameter werden wieder und wieder getestet, um Veränderungen bei den Bedürfnissen zeitnah ablesen zu können.

Die wichtigste Funktion bei der Erzeugung von neuen Abonnements kommt der Homepage zu. Playboy.com hat vor allem am Monatsende bei Erscheinen des jeweils neuen Hefts viel generischen Traffic: Die User geben die URL direkt in die Adresszeile ein.


Die Registrierungsseite ist so einfach
wie möglich gestaltet
Auf der Startseite werden Promotions für den Bezahl-Content gezeigt. Das Playboy-Marketing hat herausgefunden, dass mehrere Teaser-Boxen besser funktionieren als eine einzige. Das Online-Tracking hat ergeben, dass überraschend viele User alle vier Teaser nacheinander anklicken. Das verstärkt natürlich die Wertigkeit des Abos. Sprouse analysiert, dass sich mit den vier Teasern besser auf unterschiedliche Benutzergruppen eingehen läßt.

Eine oft unterschätzte Bedeutung kommt dem Text der Klickaufforderung zu. Seit vier Jahren testet Playboy.com kontinuierlich in Parallel-Tests (A/B-Tests) und kommt zu dem Ergebnis, dass die Conversionrate deutlich höher ist, wenn von ?kostenloser Preview? gesprochen wird, anstelle der direkten Aufforderung ?Werden Sie Mitglied?. Es scheint, als setzten die User den Bestellpfad leichter fort, wenn Sie einmal ?unverbindlich? klicken durften.

Bei der Analyse der Landing Pages hat sich gezeigt, dass sie besser konvertieren, je weniger Text enthalten ist. Playboy bewirbt die Kernelemente des Abos. Mehr nicht.

Auch die Bestellseite funktioniert besser, wenn sie einfach ist. Der Bestellprozess kommt mit einer einzigen Seite aus. Vorgeschaltet ist ein einfaches Formular zur Lead-Generierung. Clever gemacht, denn es erinnert an die Registrierungsformulare von Kostenlos-Diensten.

In den USA testete Playboy ebenfalls die Leistung im Exit-Selling. Verlässt der User den Bestellprozess ohne Abschluss, erscheint ein Pop-Up mit einem zweiten Conversion-Versuch. Hier hat die Lead-Generierung wesentlich besser funktioniert, als direkte Discount-Angebote oder der Hinweis auf weiteren Content.

Eine der spannendsten Fragen war das Pricing. Es gibt zwei Varianten, monatliche Abrechnung oder Jahres-Abo. Bei der monatlichen Zahlungsweise erlebte Sprouse eine handfeste Überraschung: Es gab keinerlei Unterschied in der Conversion-Leistung von 24,95 USD pro Monat oder 29,95 USD pro Monat. Die Registrierungsquoten waren bei beiden Preisen absolut gleich.

NET DATA

Tägliches PDF von W&V

Seit Anfang Februar bieten die Macher der W&V einen neuen Service. Täglich erscheint ein zwei Seiten langes PDF mit aktuellen Kurzinformationen und kleineren Artikeln. Der Europa-Fachpresseverlag bietet einen bunten Strauß aus allen Heftthemenbereichen für ganz Eilige. Redaktionsschluss ist 11.45 Uhr. Das Abo kostet 48 Euro im Jahr für Bezieher der Printausgabe und 60 Euro für alle anderen.

http://www.wuv.de/daily/

Mehr als T-Shirts

Durch drei Zukäufe verstärkt sich Spreadshirt. Die Plattformen La Fraise, Sozeugnet (beide Frankreich) und Dawanda veräußern kunsthandwerkliche Erzeugnisse von Profis oder ambitionierten Amateuren. Verbunden mit Spreadshirts White-Label-Shop und den Personalisierungsfunktionen, dringt Spreadshirt erstmals in das Segment der hochwertigen Geschenke und Werbemittel vor.

http://www.spreadshirt.net/

United Internet bleibt vorn

Im dritten Quartal 2006 konnte SevenOne Interactive seine Reichweite um eine Million Benutzer auf 10,5 steigern und erreicht damit einen Anteil von 28,7 Prozent. Laut AGOF Internet Facts III ließen alle anderen Vermarkter im Ergebnis nach. United Internet behauptet sich an der Spitze mit 49 Prozent, Interactive Media erreicht 40,8 Prozent und Tomorrow-Focus erreicht 32,7 Prozent der Benutzer. Auf Seiten der Portale rangiert T-Online mit 13,3 Millionen Benutzern vor Web.de mit 11,1 Millionen und MSN mit 9,9 Millionen. Auch bei der aktuellen IVW-Zählung heißt der große Gewinner ProSiebenSat1. Dank einer Reihe von Zukäufen und verstärkten Aktivitäten im Segment Online-Video stiegen die gemessenen Seitenabrufe von 648 Millionen im Januar 2006 auf über zwei Milliarden im Januar dieses Jahres.

http://www.agof.de/

Mehr Marketing 2007

Einer Umfrage der Zeitschrift InternetHandel unter 112 Onlinehändlern zufolge, werden die Budgets für Online-Werbung in diesem Jahr weiter steigen. 39,3 Prozent der Befragten erwägt einer moderate Steigerung der Spendings, 17,9 Prozent wollen deutlich mehr Geld in die werbung stecken. Das beliebteste Werbemittel im Netz bleiben auch weiterhin die Affiliateprogramme. 78,6 Prozent der befragten Händler setzen Partnerprogramme ein.

http://www.hsid.de/

39 Netzminuten am Tag

Die SWR-Medienforschung ermittelte in ihrer aktuellen Studie zum Informationsverhalten der Bundesbürger, dass die Deutschen im Schnitt 39 Minuten täglich im Netz verbringen. 23 Prozent der Deutschen nutzen das Internet jeden Tag. Das sind nach wie vor deutlich weniger als Fernsehen (86%), Radio (77%) und Tageszeitung (47%).

http://www.mediendaten.de/