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NET-NEWS THEMENRichtiges BenchmarkingEine gute Konkurrenzanalyse entdeckt Nischen im Markt und arbeitet die besten Umsetzungen der Konkurrenten und branchenfremder Anbieter detailliert heraus.
Dan Brown, nicht zu verwechseln mit dem Thriller-Autor, hat in seinem Buch Communicating Design: Developing Web Site Documentation for Design and Planning das grundlegende System der Konkurrenzanalyse ausführlich dargestellt und auf den Sektor Online-Publishing übertragen. Seine Systematik basiert auf dem Analysebericht, also dem Dokument, das die Ergebnisse der Analyse übersichtlich zusammenfassen soll und dem Leser verständlich darstellt. Der Bericht gliedert sich in vier Teile. Am Anfang steht die akribische Vorbereitung, der zweite Teil beinhaltet die Analyse selbst, der dritte Teil sortiert die Ergebnisse nach bestimmten erweiterten Fragestellungen und der vierte Teil liefert Hintergrundinformationen.
Hier die zehn Regeln nach Dan Brown:
A. Die Vorbereitung1. Die Grundlage jeder Konkurrenzanalyse stellt ein Analysezweck dar. Das ist eine einfache Formulierung des Nutzens, den die Analyse dem Unternehmen bringen soll und mit welchen Mitteln dies erreicht werden kann. Dieser Analysezweck sollte im Brainstorming mit den wichtigsten Beteiligten ermittelt werden, um für alle die gleiche Ausgangssituation zu schaffen.
2. Die Auswahl der Wettbewerber und Kriterien bildet den Analyserahmen. Wettbewerber
müssen keineswegs aus dem direkten Konkurrenzumfeld kommen sondern können
auch erfolgreiche Sites aus anderen Bereichen sein, etwa die großen
Online-Händler als Vorbild für die Warenkorbgestaltung.
B. Die Analyse3. Vergleichende Darstellung: Der direkte Vergleich zweier oder mehrerer Konkurrenten ermöglicht ein schnelles Auffinden des jeweils Besten in einem Kriterium. Es verstellt aber den Blick auf die gesamte Leistung einzelner Sites aus Benutzersicht.
4. Die Landkarte: Am Anfang des Berichts kann eine Einordnung der einzelnen Wettbewerber stehen, die nach nur zwei Kriterien sortiert. Die Konkurrenten werden als Punkte in dieses optische Schema eingetragen. Hier erkennt der Leser schnell, wo Häufungen auftauchen und wo noch Nischen unbesetzt sind, die es auszufüllen gilt.
Die grafische Darstellung der Features und deren Positionierung
schafft einen schnellen Überblick
5. Die grafische Darstellung mit Hilfe von Screenshots schafft einen schnellen Überblick über die Art und Weise, wie Sites bestimmte Features integrieren und wo sie Schwerpunkte setzen. Sie kann keine Aussagen über die Leistungsfähigkeit der Umsetzung treffen. (Abbildung oben) 6. Das Ja-Nein-Schema dient vor allem zur groben Beschreibung von Features, die eine Site hat oder nicht. Das hilft für den schnellen Überblick, dabei gehen aber wichtige Details eventuell verloren.
7. Die gewichtete Bewertung vergibt 'Noten' für das mehr oder weniger gute Erfüllen einer Funktion. Hierbei ist es wichtig, dass sich die Beteiligten auf einen gemeinsamen Bewertungsmaßstab einigen. In einen solchen Bewertungsmaßstab fließt nicht nur die Verfügbarkeit einer Funktion ein, sondern auch deren vermutete Leistungsfähigkeit. Eine solche Bewertung sollte im besten Fall mit Usern aus der Zielgruppe erstellt werden. 8. Die ausführliche Beschreibung einzelner Features hat für die einzelne Site die höchste Aussagekraft, wird aber schnell unübersichtlich. Der Autor sollte darauf achten einheitliche Maßstäbe gemäß Analysezweck anzulegen und bei der Bewertung zu kommunizieren.
C. Der Bericht9. Kein Bericht kann auf die Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse verzichten. Neben der globalen Zusammenfassung ist auch eine segmentierte vorstellbar, die entweder nach Sites oder nach den jeweils bedeutenden Features sortiert ist.Bei den Features ist man nicht an direkte Konkurrenten gebunden, sondern kann auch die Großen wie Amazon oder eBay als Referenz benutzen.
Diese Form der veränderten Darstellung arbeitet sehr deutlich die Konkurrenzposition der eigenen Site heraus. Der Vergleich mit populären und erfolgreichen Websites dient dem Blick 'über den Tellerrand'. Nicht jeder 'Richtwert' ist erfüllbar, aber die Großen setzen die wichtigen Standards.
Die Angebotslandkarte findet Nischen und Häufungen
D. Zusatzinformationen10. Das i-Tüpfelchen in Sachen Glaubwürdigkeit und Vertrauen schaffen Zusatzinformationen über die Methodik und Reichweite des Tests. Sie helfen dem Leser, sich besser in das gewählte Szenario einzulesen.Diese Zusatzinformationen erhalten Sie im Wesentlichen bereits aus ihren Vorplanungen. |
NET DATATägliches PDF von W&VSeit Anfang Februar bieten die Macher der W&V einen neuen Service. Täglich erscheint ein zwei Seiten langes PDF mit aktuellen Kurzinformationen und kleineren Artikeln. Der Europa-Fachpresseverlag bietet einen bunten Strauß aus allen Heftthemenbereichen für ganz Eilige. Redaktionsschluss ist 11.45 Uhr. Das Abo kostet 48 Euro im Jahr für Bezieher der Printausgabe und 60 Euro für alle anderen. Mehr als T-ShirtsDurch drei Zukäufe verstärkt sich Spreadshirt. Die Plattformen La Fraise, Sozeugnet (beide Frankreich) und Dawanda veräußern kunsthandwerkliche Erzeugnisse von Profis oder ambitionierten Amateuren. Verbunden mit Spreadshirts White-Label-Shop und den Personalisierungsfunktionen, dringt Spreadshirt erstmals in das Segment der hochwertigen Geschenke und Werbemittel vor. United Internet bleibt vornIm dritten Quartal 2006 konnte SevenOne Interactive seine Reichweite um eine Million Benutzer auf 10,5 steigern und erreicht damit einen Anteil von 28,7 Prozent. Laut AGOF Internet Facts III ließen alle anderen Vermarkter im Ergebnis nach. United Internet behauptet sich an der Spitze mit 49 Prozent, Interactive Media erreicht 40,8 Prozent und Tomorrow-Focus erreicht 32,7 Prozent der Benutzer. Auf Seiten der Portale rangiert T-Online mit 13,3 Millionen Benutzern vor Web.de mit 11,1 Millionen und MSN mit 9,9 Millionen. Auch bei der aktuellen IVW-Zählung heißt der große Gewinner ProSiebenSat1. Dank einer Reihe von Zukäufen und verstärkten Aktivitäten im Segment Online-Video stiegen die gemessenen Seitenabrufe von 648 Millionen im Januar 2006 auf über zwei Milliarden im Januar dieses Jahres. Mehr Marketing 2007Einer Umfrage der Zeitschrift InternetHandel unter 112 Onlinehändlern zufolge, werden die Budgets für Online-Werbung in diesem Jahr weiter steigen. 39,3 Prozent der Befragten erwägt einer moderate Steigerung der Spendings, 17,9 Prozent wollen deutlich mehr Geld in die werbung stecken. Das beliebteste Werbemittel im Netz bleiben auch weiterhin die Affiliateprogramme. 78,6 Prozent der befragten Händler setzen Partnerprogramme ein. 39 Netzminuten am TagDie SWR-Medienforschung ermittelte in ihrer aktuellen Studie zum Informationsverhalten der Bundesbürger, dass die Deutschen im Schnitt 39 Minuten täglich im Netz verbringen. 23 Prozent der Deutschen nutzen das Internet jeden Tag. Das sind nach wie vor deutlich weniger als Fernsehen (86%), Radio (77%) und Tageszeitung (47%). |
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